|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
IVG Immobilien kaufen 31.03.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, rät nach wie vor zum Kauf der IVG Immobilien-Aktie (ISIN DE0006205701 / WKN 620570).
Die IVG Immobilien habe bereits im Vorfeld vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 bekannt gegeben. Damit habe sich der Überraschungseffekt in Grenzen gehalten. Wie erwartet worden sei, sei das operative Geschäft des Unternehmens in Line verlaufen. Was belastet habe, seien Wertberichtigungen auf Immobilien und Zinssicherungsinstrumente gewesen.
Was von größerem Interesse gewesen sei, sei die bekannt gegebene Weiterentwicklung des Geschäftsmodells gewesen. Die Gesellschaft wolle sich anders als in der Vergangenheit nicht auf vier Geschäftsbereiche fokussieren sondern nur noch die Bereiche Investment und Fonds weiterführen. Der jetzige Bereich Kavernen, der die noch zu entwickelnden und nicht verkauften Kavernen umfasse, solle in den Bereich Investment aufgenommen werden. Der Bereich Development, der eine schwankungsstarke Umsatzentwicklung aufweise, solle komplett eingestellt werden. Die Projektpipeline werde in diesem Bereich auf 2,2 Mrd. Euro beziffert. Bis 2010 werde davon 1,6 Mrd. Euro abgearbeitet. Man verfolge nur noch die Projekte, die bereits begonnen worden seien. Bei den anderen würden die Grundstücke veräußert. Neue Projekte werde es in dem bisherigen Umfang nicht mehr geben. Hier beuge sich der Vorstand den aktuellen Marktgegebenheiten und achte mehr auf die Nettoverschuldung.
Zudem habe der Vorstand bekannt gegeben, dass bereits vorzeitig Kredite in Höhe von 1,3 Mrd. Euro prolongiert worden seien. Der Zinssatz liege auf dem bisherigen Niveau; es habe zwar eine erhöhte Bankmarge in Kauf genommen werden müssen, dies habe aber durch einen geringeren Zinssatz kompensiert werden können. Die neuen Kredite hätten einen variablen Zins. Das Unternehmen hoffe auf weiterhin niedrige Zinsen und wolle sich gegebenenfalls bei einem noch niedrigeren Zinslevel günstigere und feste Konditionen sichern. Finanzierungsseitig habe das Unternehmen aber noch einige Baustellen offen. Für das Jahr 2009 müssten 500 Mio. Euro refinanziert werden.
Für das Jahr 2009 plane das Unternehmen den Leerstand beim Immobilienportfolio mit ca. 8% nahezu konstant zu halten. Dies solle nicht zuletzt durch das Entgegenkommen gegenüber den Mietern geschehen. In ihren Modellen gehen die Analysten vom Bankhaus Lampe von rückläufigen Mieteinnahmen in Höhe von ca. 5% aus. Um sich finanzierungsseitig Luft zu verschaffen, sei es geplant, Immobilien im Wert von 680 Mio. Euro zu veräußern. Im ersten Quartal habe das Unternehmen bereits Immobilien im Wert von 140 Mio. Euro veräußern können. Für das zweite Quartal werde ein Fonds mit IVG-Immobilien in Höhe von 300 Mio. Euro vertrieben. Nach Meinung der Analysten seien die aufgelegten Ziele schwierig aber nicht unmöglich.
Bewertungsseitig würden die Analysten davon ausgehen, dass ein Großteil der Abschreibungen auf das Portfolio bereits ins Jahr 2008 gepackt worden sei. Für 2009 würden sie mit 250 Mio. Euro zwar von weiteren Abschreibungen ausgehen. Die sollten aber ungleich geringer ausfallen als in 2008. Ceteris paribus würde dies einer NOI-Rendite auf das Immobilienportfolio von 5,5% (jetzt 5,2%) entsprechen.
Nach Ansicht der Analysten habe der neue Vorstandsvorsitzende zu größten Teilen reinen Tisch mit den Altlasten gemacht. Kleinere Abwertungen auf das Portfolio seien noch möglich. Nicht zuletzt sei die Fokussierung auf das Kerngeschäft recht günstig, in deren Zuge man sich wieder vermehrt auf das Asset Management konzentriere.
Insgesamt bleiben die Analysten vom Bankhaus Lampe bei ihrem Anlageurteil "kaufen" für die IVG Immobilien-Aktie. Das Kursziel belasse man bei 7,00 Euro. (Analyse vom 31.03.2009) (31.03.2009/ac/a/d)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|